Wettbewerb
 
Lyrikpreis Meran 2008 - Die Preisträgerin

   

aktuelle veranstaltungen
 
tannen (baum) grün
Eröffnung am Freitag, 12. Dezember 08 um 19 Uhr, Galerie Prisma

Begrüßung: Helga von Aufschnaiter
Einführung: Brigitte Matthias

Dauer der Ausstellung: 13.12. - 20.12.2008

Künstlerinnen und Künstler:
Robert Bosisio, Toni Hanny, Cornelia Lochmann, Brigitte Mahlknecht, Ivo Mahlknecht, Albert Mellauner, Ulrich Moroder, Christian Reisigl, Hubert Scheibe, Berty Skuber, Christian Stecher, Erich Stecher, Reinhold Tappeiner, Paul Thuile, Andrea Varesco, Claus Vittur, Andreas Zingerle, Andrea Zingerle Gruber
   
In Erinnerung an Alfred Gruber (1929 - 1998)
Freitag, 12. Dezember 08 um 20 Uhr, Pfarrheim Aldein
   
Christian Stecher LA GUADALUPANA
Eröffnung am Freitag, 31. Oktober 08 um 19 Uhr, Galerie Prisma
Dauer der Ausstellung: 04.11. - 22.11.2008
   
Internetforum Leitbild
Das Internetforum zum Leitbild SBK ist ab 25.03.2007 zugänglich. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen sich unter www.kuenstlerbund.org/forum zu registrieren und sich aktiv an den Diskussionen zu beteiligen.
   
Abonnements - Stadttheater Bozen 2007/08

Für die Abonnements der kommenden Saison 2007/08 des Stadttheaters Bozen, erhalten alle Mitglieder des Südtiroler Künstlerbundes spezielle Rabatte. Die Preisreduzierungen werden auf alle Abo-Formeln gewährt.

   

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Ausschreibung für die Teilnahme an der Ausstellung zum Thema "Todesangst" an diversen Standorten in Südtirol


Kontext

2009 findet das Gedenkjahr Andreas Hofer statt.

1809, so der Mythos, hat Andreas Hofer als Schützenleutnant gemeinsam mit seiner Kompanie quasi im Alleingang die Franzosen und die Bayern aus Tirol vertrieben und dem Land Freiheiten eingeräumt und ein Zusammengehörigkeitsgefühl geschenkt, die heute noch lebendig sind.

Doch die historische Figur Andreas Hofers ist bei weitem nicht dieselbe wie in Geschichten und Legenden erzählt wird. Hofer war Landwirt, Wirt, Viehhändler und Familienvater im Passeiertal, als Oberkommandant der Schützenkompanien soll er mehr oder weniger überfordert und am Sieg über die Franzosen und die Bayern nur am Rande beteiligt gewesen sein. Das Futter für die Entstehung der Legende rund um Hofer gab sicher der geschichtsträchtige Verrat durch Franz Raffl und die anschließende Erschießung Hofers in Mantua. Dort soll der wackere Tiroler – nachdem die Soldaten bei der ersten Salve nicht trafen – gesagt haben: "Ach, ihr Franzosen schießt schlecht!"

Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums 2009 will man sich näher mit Andreas Hofer und seiner Geschichte und mit der Schärfung historischen Bewusstseins befassen. Zweifelsohne war Andreas Hofer eine Heimatsgefühl stiftende Figur in der Geschichte Tirols. In seine Zeit fällt das Treue-Gelöbnis an das Herz Jesu und an Tirol, das noch heute gefeiert wird. Er hat als Südtiroler in Nordtirol als Tiroler gekämpft, in einem Tirol, das heute ganz den Vorstellungen der Europaregionen entspricht. Das Programm des Andreas-Hofer-Gedenkjahres 2009 präsentiert Tirol, Südtirol und das Trentino in kultureller Vielfalt und in historischen, gegenwärtigen und zukunftsorientierten Erscheinungsformen.

Auf der Website www.1809-2009.eu sind Informationen zum Gedenkjahr Andreas Hofers sowie geschichtliche Hintergründe und Programmpunkte einzusehen.

Idee

Ausgehend von der Tatsache, dass sich in Neumarkt das Kellerverlies, in dem A. Hofer seine letzte Nacht auf Südtiroler Boden verbracht hat, und - angeregt durch die Idee von Brigitte Matthias - hat der Südtiroler Künstlerbund in Zusammenarbeit mit dem Kunstforum Unterland in Neumarkt und dem Grafikmuseum Bruneck für das Gedenkjahr 2009 ein Ausstellungskonzept zum Thema Todesangst ausgearbeitet.

Die Inhaftierung von Andreas Hofer im Kellerverlies in Neumarkt und seine Hinrichtung in Mantua sind historisch belegt und tragen heute nicht minder dazu bei, A. Hofer als tapferen Volkshelden zu verehren. Dabei wird der Held zur heroischen Persönlichkeit, bei der menschliche Gefühlsregungen meistens außer Acht gelassen werden. Historische Tatsachenbeschreibungen lassen im Nachhinein kaum Raum für spekulative Gefühlsanalysen eines über Jahrhunderte gefeierten Mythos. Aus heutiger Sicht fällt es schwer, den Menschen A. Hofer hinter der idealisierten Figur des Freiheitskämpfers mit dessen natürlichen Angstzuständen zu sehen.

 

 

Ausstellungskonzept

Der Anthropologe Ernest Becker behauptet in seinem Buch „The Denial of Death“ – mit dem er 1974 den Pulitzer-Preis gewann, Menschen hätten ebenso wie Tiere einen unbedingten Überlebenswillen. Doch die Fähigkeit zu symbolischem Denken verleiht Homo sapiens eine Vorstellung der Zukunft. Deshalb leben Menschen mit der Gewissheit, dass sie sterben werden, irgendwann. Dieses einzigartige Wissen erzeugt eine unterschwellige Angst, die jederzeit akut werden kann: Neben ganz alltäglichen Dingen - wie etwa ein Gang zum Friedhof, Bilder von einem Unfall, der Anblick eines alternden Menschen – die ausreichen können, um die Angst vorm Sterben an die Oberfläche zu spülen, sind es vor allem jene Gefahren, die Todesängste evozieren, denen der Mensch seit Jahrhunderten ausgesetzt ist: Gefangennahmen, Todeszellen, Erschießungen/Hinrichtungen, lebensgefährliche Erkrankungen und bedrohliche Naturkatastrophen stehen nach wie vor an der Tagesordnung und sind Auslöser für Angstzustände, Panikattacken, Ausweglosigkeit und Lebensmüdigkeit.

Die Ausstellungsreihe soll in Bezug auf das geschichtliche Ereignis zu A. Hofer in Neumarkt das Thema aus historischen und aktuellen Gesichtspunkten heraus beleuchten. Dabei sollen historische Werke der Bestände des Landes bis hin zu zeitgenössischen Positionen gezeigt werden.

In der Ausstellung geht es nicht darum, Sensationsberichte überlieferter und zeitgemäßer Todesangstszenarien zu zeigen. Vielmehr soll der Versuch unternommen werden, durch historische und aktuelle künstlerische Reflexionen zum Thema einerseits individuelle Empfindungen darzustellen und andererseits kollektive Ängste diverser Generationen aufzuzeigen.

 

 

Termine

Gestaffelte Ausstellungseröffnungen an den unterschiedlichen Standorten.

Ausstellungsbeginn: Galerie Unterland, Neumarkt, 30. Jänner 2009, die anderen Ausstellungsorte werden gestaffelt eröffnet

Der Ausstellungszeitraum wird sich vom 30.- Jänner – 30. April ausdehnen. Die genauen Termine der Eröffnungen und der Ausstellungsdauer werden noch bekannt gegeben.

 

 

Ausstellungsorte

Galerie Prisma, Bozen

Galerie Unterland, Neumarkt

Rathausgalerie, Brixen

Grafikmuseum, Bruneck

(je nach Anzahl der eingereichten Werke)

 

 

Bewerbung

Jede/r KünstlerIn aus der Region Trentino-Südtirol und aus Nordtirol kann einen Projektvorschlag einreichen. Die Projekte müssen auf alle vier Ausstellungsräume adaptierbar sein.

Es können auch zusätzlich Vorschläge für das Rahmenprogramm (Performances, Vorträge, Lesungen, usw.) eingereicht werden.

 

 

Auswahl und Kuratierung

Die Ausstellungsobjekte werden von einem externen Kuratorenteam und einer Jury, die sich aus Vertretern des Vorstandes und der Leitung der beteiligten Institutionen (Südtiroler Künstlerbund, Kunstforum Unterland und Grafikmuseum Bruneck) zusammensetzen, ausgewählt.

Direkteinladungen und Aufträge können das Programm ergänzen.

Die Ausstellung wird von dem berufenen Team kuratiert.

 

 

Budget

Der Südtiroler Künstlerbund stellt für Produktion und/oder Transportkosten jedes einzeln ausgewählten Projektes 300 Euro brutto zur Verfügung. Bei Überschreitung dieses Budgetrahmens muss sich der/die ProjekteinreicherIn eigenständig um die restliche Finanzierung kümmern.

 

 

Bewerbungsmodalitäten

Der Projektvorschlag kann auf Deutsch oder Italienisch eingebracht werden.

1.        Name, Kontaktadressen (Telefon und Mail)

2.        Kurzbeschreibung des Projekts (max. 800 Zeichen)

3.        Eine ausführliche Beschreibung des Projektes

4.        Unterstützende Visualisierungen: Skizzen oder Fotos als Print oder PDF Datei

5.        Werkangaben: Maße, Material, Entstehungsjahr, Courtesy;

 

 

Sonstiges

Der Südtiroler Künstlerbund übernimmt keine Haftung für eingesendete Unterlagen. Aus einer Ablehnung erwachsen den ProjekteinreicherInnen keinerlei Ansprüche gegenüber dem Südtiroler Künstlerbund und den anderen beteiligten Institutionen oder im Auftrag des SKB und der anderen Institutionen handelnden Personen

 

 

Einreichmodus

Der Projektvorschlag kann persönlich bzw. per Post in dreifacher Kopie (DIN- A4) oder per Mail (Word oder PDF Datei bis 2MB) erfolgen.

 

 

Abgabeadresse

Südtiroler Künstlerbund

Weggensteinstrasse 12

39100 Bozen

 

info@kuenstlerbund.org

tel. 0039 0471 977037

 

 

Einreichtermin

17. Oktober 2008 (Poststempel)

 

 

Info

Südtiroler Künstlerbund, Weggensteinstrasse 12, 39100 Bozen

www.kuenstlerbund.org, info@kuenstlerbund.org

Tel. 0039 0471 977037, Fax 0039 0471 977016

Ansprechpersonen Kathrin Ortler und Lisa Trockner

 

 

Der Südtiroler Künstlerbund lädt hiermit herzlich alle KünstlerInnen, die den Ausschreibungskriterien entsprechen, zur Einreichung ihrer Bewerbungsunterlagen ein. Wir freuen uns, wenn Sie diese Informationen auch an KünstlerkollegInnen, Verbände und andere Personen weiterleiten.