Höhenluft - Aria di alta montagna
Konzept
In der Malerei gilt der Alpenraum nach wie vor als unerschöpfliches Motiv, das Künstler seit je her fasziniert und nach wie vor als Vorlage unzähliger Darstellungsmodi des hochalpinen Geländes dient: Idealisierte Landschaftsbilder von verschneiten Gipfeln, satten Wiesen und rauschenden Wassern über praktiziertem Alpinismus und Tourismus bis hin zu Darstellungen von tragischen Katastrophen bilden die Grundlage für zweidimensionales Schaffen auf Leinwand und Papier. In der Ausstellung Höhenluft wird das Augenmerk jedoch nicht auf die Malerei und Zeichnung, sondern auf dreidimensionale Arbeiten, wie Skulpturen und Objekte, die sich mit der Thematik Lebensraum Alpen beschäftigen, gelegt.
Die Schau soll einen skulpturalen Panoramablick der Bergwelt und seiner Bewohner zeigen. Dabei wird besonders Gewicht darauf gelegt, dass der Rundumblick ein vielfältiger ist. Die unterschiedlichen Positionen sollen jeweils eine autonome Sicht von Innen nach Außen bzw. von Außen nach Innen auf die Alpen freigeben. Der persönliche Bezug der KünstlerInnen zur Landschaft spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Die enge Verbundenheit mit der Umgebung kann nicht nur durch eine lebenslange Bindung, sondern genauso – oder teilweise sogar verstärkt – durch einen distanzierten Blick von Außen, wie durch Zu- oder Abwanderung intensiviert werden. Die Schau soll den schmalen Grat zwischen Idylle und Kitsch, Erinnerung und Fortschritt, Natürlichem und Künstlichem, Vertrautem und Fremdem, zwischen Schreck und Schönheit zum kippen bringen, um die konstruierte Wirklichkeit in der natürlichen Kulisse Alpen sichtbar zu machen.
Eingeladen werden neben KünstlerInnen aus Südtirol auch solche aus benachbarten Alpenregionen, damit eine breite Sicht gewährleistet wird.
Zudem ist beabsichtigt, eine Wechselwirkung zwischen Kunstraum und Naturraum aufzubauen, indem auch der Außenbereich z.B. der Hausberg der Brixner, die Plose, miteinbezogen wird.
Eröffnung am 1. April Stadtgalerie Brixen
Dauer der Ausstellung: 02.- 24.04.2010
Kuratiert von Lisa Trockner in Zusammenarbeit mit Thomas Sterna.
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