Der Südtiroler Künsterbund lädt Sie und Ihre Freunde zu folgender Veranstaltung ein:
 
  Grenzüberschreitungen
Zeichnung in Südtirol nach 1945
Ort:
  Stadtmuseum Bruneck
Datum:
  27.10.2006 - 10.12.2006
    Flüchtige Skizze, Studie zu einer Komposition, Karikatur, penibel ausgeführtes Bild: Weit gespannt ist das Ausdrucksmittel Zeichnung und nicht zuletzt aufgrund ihres geringen materiellen Aufwandes, ihrer „Immaterialität“ so faszinierend.
Das Stadtmuseum Bruneck widmet diesem Medium im Rahmen der „60 Jahre Südtiroler Künstlerbund“ eine breit angelegte Schau. Ihr Titel, „Grenzüberschreitungen. Zeichnung in Südtirol nach 1945“, ist programmatisch gewählt. Denn die Zeichnung war immer schon besonders offen für Veränderungen, für allgemeine Entwicklungen in der Kunst wie auch des einzelnen Künstlers: Das Auslosten von neuen Möglichkeiten, das über Seh- und Denkgewohnheiten Hinausgehen kann hier besonders leicht erfolgen.
Je nach Disposition und künstlerischer Haltung unterschiedlich fallen die „Grenzüberschreitungen“ der 26 vertretenen Künstler und Künstlerinnen aus. Bei einigen sieht man ein eher vorsichtiges Tasten nach Neuem (ausgelöst etwa durch Begegnungen, Reiserlebnisse oder künstlerische Einflüsse), bei anderen – wie etwa Karl Plattner – einen ständigen Kampf um aus der „Enge“ auszubrechen, bei Oswald Oberhuber wiederum ist die „permanente Veränderung“ zum zentralen Credo erhoben. Kurz vor der ganz großen Grenze, acht Tage vor seinem Tod(1971), ist die Pastellzeichnung „Noch ist Leben“ von Hans Ebensperger entstanden.
Insgesamt spannt sich der Bogen der Künstler von der Nachkriegsgeneration bis zu den jungen Zeitgenossen. Folgende Mitglieder des Südtiroler Künstlerbunds sind vertreten (in der Reihenfolge ihrer Geburtsjahrgänge): Hans Prünster, Karl Plattner, Peter Fellin, Willy Valier, Paul Flora, Robert Scherer, Hans Ebensperger, Berty Skuber, Karin Welponer, Alrun Prünster-Soares, Hans Knapp, Matthias Schönweger, Annemarie Laner, Arnold Dall’O, Lois Anvidalfarei, Sylvie Riant, Julia Bornefeld, Robert Bosisio, Christian Reisigl, Brigitte Mahlknecht, Roland Senoner und Letizia Werth. Dem Ausstellungstitel entsprechend wurden aber auch einige prominente, nicht dem Künstlerbund zugehörige Zeichner einbezogen: Oswald Oberhuber, Walter Pichler, Markus Vallazza und Gotthard Bonell. Besonders reizvoll an der Ausstellung ist, dass die meisten lebenden Künstler ihre Blätter selbst ausgewählt haben.