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Pasta in bianco

Gruppenausstellung
23.10.-27.10.2026
Frei.Raum

Pasta in bianco
Was uns nährt


Gemeinschaftsausstellung von Hanna Battisti, Brigitte Knapp, Paula Prugger und Lissy Pernthaler

Vernissage: Donnerstag, 22. Oktober 2026, 18:30 Uhr
Ausstellung: 23. bis 27. Oktober 2026
Ort: Freiraum, SKB Südtiroler Künstlerbund, Weggensteinstraße 12, 39100 Bozen
Öffnungszeiten: Fr 23.10., 11 bis 17 Uhr | Sa 24.10., 11 bis 14 Uhr | So 25.10. geschlossen | Mo 26.10. und Di 27.10., 11 bis 17 Uhr
Eintritt frei.

Vier Künstlerinnen fragen im Freiraum des Südtiroler Künstlerbundes in Bozen, was uns heute Halt gibt. Zur Vernissage am 22. Oktober gibt es Pasta für alle.

Was bewegt und nährt uns in der heutigen Zeit? Was gibt uns Halt, was inspiriert uns und was verbindet die innere mit der äußeren Welt? Diesen Fragen gehen Hanna Battisti, Brigitte Knapp, Paula Prugger und Lissy Pernthaler in ihrer Gemeinschaftsausstellung „Pasta in bianco. Was uns nährt“ nach. Vom 23. bis 27. Oktober 2026 zeigen sie im Freiraum des Südtiroler Künstlerbundes in der Bozner Weggensteinstraße 12 Malerei, Fotografie, Lyrik, Klanginstallation, Performance und eine immersive Installation. Die Ausstellung wird am Donnerstag, 22. Oktober, um 19:00 Uhr eröffnet.

Die vier Künstlerinnen sind Mitglieder des Südtiroler Künstlerbundes und haben sich auf Initiative von Paula Prugger zur Formation Art Woman zusammengeschlossen. Die Ausstellung ist gemeinsam erarbeitet und kuratiert: Jede Künstlerin bleibt in ihrem eigenen Medium sichtbar, zugleich treten die Positionen miteinander in Dialog. Der Titel „Pasta in bianco“ verweist auf ein Gericht, das kaum schlichter sein könnte und in Italien doch für die Hoffnung auf einen demokratischen Neuanfang steht: Mitten im Zweiten Weltkrieg kochte eine Bauernfamilie Pasta in bianco für ihr ganzes Dorf, um den Sturz der faschistischen Regierung zu feiern.

„Bis heute erinnert man an vielen Orten Italiens mit einem einfachen Teller Pasta an Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie“, sagt Paula Prugger. „Heute spüren wir wieder, dass nichts davon selbstverständlich ist. Uns hat interessiert, was in diesem Einfachen steckt und was wir miteinander teilen, wenn wir davon essen. Am Ende landen wir immer bei den Werten: Einfachheit, Ethik, Nahrung, Menschenrechte und der nährenden Verbindung zwischen Menschen.“

Aus den Grundzutaten der Pasta in bianco (Mehl, Salz und Wasser) entstehen die beiden Leitmotive der Ausstellung. Getreide, Mehl und Teig stehen für Nahrung und Rohstoff, Wasser für den Ursprung des Lebens. Von hier aus öffnen sich die Arbeiten zu Fragen nach Berührung, Fürsorge und Gemeinschaft, nach dem Verhältnis von Mensch und Natur und nach dem, was uns auf dem Weg zu Frieden und Wandel trägt.

Die Arbeiten der Ausstellung

Paula Prugger · Malerei
Paula Prugger zeigt die beiden großformatigen Arbeiten „Parallel Worlds“ und „Un manto per le lucciole“ (je 100 × 150 cm, Mischtechnik auf Leinwand). Sie öffnen einen Raum, in dem Schönheit und Harmonie auch angesichts einer ungewissen Zukunft erfahrbar werden. Zugleich laden sie zur kritischen Auseinandersetzung mit unserem kulturellen Erbe, dem Verhältnis des Menschen zur Natur und der Bedeutung von Umweltschutz ein. Natur versteht die Künstlerin dabei nicht nur als äußere Landschaft, sondern als fortwährende Wiederentdeckung, im Außen wie im eigenen Inneren.

Hanna Battisti · Fotografie
Hanna Battisti widmet sich in ihrer fotografischen Arbeit „Haut.Wasser“ der Berührung mit lebenden Wesen: mit Menschen, Pflanzen, Erde und Wasser, auch mit Feuer. Es geht um das Berührt- und Bewegtsein, innen wie außen, und um das Lebendigsein. Die Arbeit erinnert daran, dass Berührung im Körper lebenswichtige Prozesse auslöst, Stress abbaut und das Immunsystem stärkt. Sie greift das Phänomen des „Hauthungers“ auf: einen Mangel an Kontakt, der Kinder wie Erwachsene körperlich und seelisch aus dem Gleichgewicht bringen kann.

Brigitte Knapp · Lyrische Texte & Klanginstallation
Brigitte Knapp geht von den Zutaten einer Pasta in bianco aus, allen voran vom Wasser als Ursprung des Lebens. Ihre lyrischen Texte schreibt sie auf Lasagneblätter und Wasserflaschen und macht sie in einer Klanginstallation hörbar. Sie fragen, was uns antreibt, wonach wir immer wieder suchen und was wir in unserem Hasten eigentlich brauchen. Dabei wird deutlich, wie dringend es ist, den Herausforderungen unserer Zeit aktiv zu begegnen, vom Klimawandel über die Wahrung der Demokratie bis zu Frieden und solidarischem Zusammenleben.

Lissy Pernthaler · Performance & immersive Installation
Lissy Pernthaler spielt in ihrer immersiven Installation „Blanket Octopus Lullaby. you nourish me“ mit der Erinnerung an das Gefühl, als Kind liebevoll zugedeckt zu werden. Ein Mantel, der am Saum zur übergroßen Decke wird, wartet darauf, angezogen zu werden: Eingekuschelt können die Besucher:innen zur Ruhe kommen und im Video dem Tanz der Künstlerin und des Blanket Octopus zusehen. Eine Arbeit über nährende Beziehungen, über kleine Gesten, die ein Leben lang im Körpergedächtnis bleiben, und darüber, sich selbst halten zu können.

Vernissage
Zur Vernissage am 22. Oktober führen die vier Künstlerinnen in die Ausstellung ein. Anschließend lädt Lissy Pernthaler mit der Performance „Agape: Ein performatives Liebesmahl“ in einen Ritualkreis, in dem Gäste selbst wählen, womit sie sich nähren lassen: mit Nahrung, Berührung oder Worten. Zum Abschluss öffnet sich der Kreis für alle zum gemeinsamen Brotbrechen. Danach gibt es statt der üblichen Häppchen eine Pasta in bianco für alle, von den Künstlerinnen selbst gekocht. So wird der Titel der Ausstellung am Ende des Abends ganz wörtlich genommen.

Die Künstlerinnen

Hanna Battisti ist freischaffende Künstlerin, Kunsttherapeutin und Dozentin für Kunstpädagogik und -didaktik an der Universität Bozen-Brixen. Sie stellt seit 1997 aus und ist auch als Autorin tätig.

Brigitte Knapp ist singende Schauspielerin und Autorin aus Bozen und steht seit 25 Jahren auf der Bühne. Zuletzt erschien ihr Band „SchmetterDinge, Sinn & Sinne“ (Edition Laurin).

Paula Prugger ist Malerin, Farbgestalterin, Lachtrainerin und Pilgerbegleiterin. Geprägt von Reisen in andere Kulturen, kreist ihr Schaffen um die Beziehung zur Natur und die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins.

Lissy Pernthaler ist Schauspielerin, Autorin, Künstlerin sowie Yoga- und Meditationslehrerin aus Kaltern. Sie entwickelt partizipative Installationen, die zum Spüren einladen und Besucher:innen in einem Prozess begleiten.

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