Anton Hofer

17.01. - 02.02.2008

Als Architekt, Entwurfskünstler, Maler und Grafiker nimmt der gebürtige Bozner Anton Hofer im regionalen Kunstraum eine klar umrissene Sonderstellung ein. Noch vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges hat Hofer im künstlerischen Milieu der „Wiener Sezession“ und des „Jugendstils“ unter den führenden Persönlichkeiten Koloman Moser und Franz Cizek seine Ausbildung abgeschlossen.
Nach überstandenem Kriegseinsatz an der Dolomitenfront kehrte er 1920 mit seiner Gattin May Ottawa nach Bozen zurück (die für ihre Bildteppiche und Emailarbeiten bekannte Künstlerin starb 1999 im Alter von 103 Jahren).
Als vielseitiger, flexibler Formgestalter hat Anton Hofer besonders dem Kunsthandwerk neue formale und ästhetische Impulse verliehen. Die Symbiose von künstlerischer Gestaltung und handwerklicher Fertigkeit, die das Praktisch -  Nützliche mit dem Schönen in harmonischen Einklang zu bringen trachtet, zeigt sich in der schöpferischen Vielfalt seiner figuralen bis geometrisch-abstrakten Entwurfszeichnungen für weite Produktbereiche: Das Spektrum umschließt Textilentwürfe verschiedenster Zweckbestimmung (am bekanntesten ist der prunkvolle Pontifikalornat für das Chorherrenstift Klosterneuburg bei Wien), weiters Plakate zu bedeutenden Ausstellungen, die künstlerische Gestaltung von Wohnmobiliar, zahlreiche kleingrafische Arbeiten ornamentaler Schrift- und Buchgestaltung.
Anton Hofer hat sich auch am kulturellen und künstlerischen Geschehen in Südtirol aktiv beteiligt: Er zählte zu den Gründern des „Bozner Künstlerbundes“ (1923), er war auch Gründungsmitglied des „Südtiroler Künstlerbundes“ (1946) und der „Heimischen Werkstätten“(1947) in Bozen.

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