Sissa Micheli „One for All“

Buchpräsentation 
01.09.2011

In ihrer ersten umfassenden Monografie zeigt Sissa Micheli die großen Werkserien der letzten zehn Jahre – eine Entwicklung von der Fotografie über das Video bis hin zur Zeichnung und Installation. Bereits in ihren frühen Studienjahren (2001 / 2002) haben sich Themenschwerpunkte sowie formale Konzepte herauskristallisiert: Bis heute sind performative Handlungen, meist Reenactments von realen oder filmischen Geschehnissen der Vergangenheit, Basis ihrer narrativen, inszenierten Fotoarbeiten. Bei alle diesen ausschließlich für ihre Foto- und Videoarbeiten inszenierten Handlungen – in eigens entworfenen Settings mit dazugehörigen Requisiten – geht es um die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Rollenmustern und den daraus resultierenden Verhaltensweisen sowie um Identität und um menschliche Grundemotionen. Sissa Micheli setzt sich selbst häufig als Protagonistin ein, als ONE FOR ALL, als Platzhalterin X für Frauen, für Opfer und Täter, für Betrachter oder Voyeure.
Dabei untersucht Sissa Micheli stets das Medium »Fotografie« und dessen »Scheitern« in Bezug auf Beweiskraft, Wahrheitsfunktion und Vergänglichkeit. Sie arbeitet mit verschiedenen künstlerischen Medien, die sie direkt oder inhaltlich ineinander verschränkt.

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