Auf der Suche nach Bedeutungslosigkeit: HUGO VALLAZZA

In Malerei, Wort, Text und Musik das Nichts erkunden

13.5.2015, 20 Uhr

Ex-Astra Kino, Brixen

Nichts scheint so sehr gemieden zu werden wie die Bedeutungslosigkeit. In einer Welt der totalen Verdinglichung, des Eingeschworen-Seins auf Komplexität und Strukturierung gibt es keinen Platz für Kräfte, die das „Nichtsbedeuten“ erforschen. Man begegnet ihnen mit Unverständnis und verkennt, dass die Nichts-Blindheit unserer Zeit nur ein Symptom für menschliche Anmaßung und Überheblichkeit ist.
Hugo Vallazza folgte einem Überdruss an Geltungssucht. In seinem malerischen Werk hat er auf radikale Weise einer Welt nachgespürt, die verschüttet scheint, die aber in einer langen Tradition der Verneinung von Gewissheiten steht. Es könnte eine Welt des Weglassens sein, die Dimensionen wie Schmucklosigkeit, Reduktion, Verzicht oder Stillstand ins Spiel bringt, um auf die Welt der Artistik, Materialisierung, Perfektion, Virtuosität, des Scheins und der Ware zu reagieren.
In diesem Sinne will dieser Abend durch Bild, Text, Wort und Musik Berührungspunkte schaffen mit einer Geistesform, die in ihrer Kompromisslosigkeit grundlegende Fragen der menschlichen Existenz aufwirft.


Markus Klammer, Hugo Vallazza. Das Nichts suchen
Eine Einführung

Luis Benedikter, Der Mensch fürchtet die Wahrheit
Gelesen aus dem Arbeitsbuch von Hugo Vallazza

Eduard Demetz, Kompositionen für Hugo Vallazza
Roberta Gottardi (Bassklarinette),
Roberto Gander (Bass-klarinette, Klarinette),
Eduard Demetz (electronics)

Das Programm folgt sechs aufeinander abgestimmten Beiträgen in Wort und Ton und dauert etwa 70 Minuten.


Zu Hugo Vallazza:
Markus Klammer (Hrsg.), Hugo Vallazza. Farbe. Form. Natur. Monografie und Werkübersicht. Wienand Verlag, Köln 2011.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Vallazza

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