Bild und Kontext

Wettbewerb
30.10.-20.05.2020

Ausschreibung für einen Kunstwettbewerb und eine Ausstellung

Mit der Reformation gewinnt im Christentum die Schrift gegenüber dem Bild immer mehr an Bedeutung. Das Transzendentale in den Bildern wird zusehends vom Wort verdrängt, Luther spricht in diesem Zusammenhang vom Reich Gottes als einem Hör-Reich weniger einem Seh-Reich.
In der Sakralkunst der Jetztzeit ist zu beobachten, dass die Kunst in den Kirchenhäusern vielmehr einem dekorativen Charakter verfallen ist als einem erzählerischen. Damit geht ein wichtiger Gehalt verloren, der einerseits das kulturelle Erbe der Bildsprache in religiösem Kontext transportiert und andererseits die Faszination und die freie künstlerische Interpretation weiterführt.  Das Vermögen der Kunst sichtbar zu machen, was mit Worten nicht auszudrücken ist, ist eine Kraft, die weit über die reine ästhetische Erfahrung hinauswächst.

Dabei ist der Anspruch an die Kunst, dass sie Momente der Verzauberung und der Faszination, die von der Schönheit ausgehen, bereithält, aber auch Momente der Erschütterung und des Erschreckens über die conditio humana. Bilder für Menschenwürde, Barmherzigkeit, Erlösung, Respekt, Toleranz, Gleichwertigkeit der Geschlechter, Eingebunden-Sein des Menschen in die Schöpfung, können zeigen helfen, dass die Botschaft Jesu eine Frohbotschaft ist und bleibt, die uns aufrichtet, Mut macht und Wege zu Frieden, Freiheit und Freude eröffnet.

 

Diese Ausschreibung ist der Versuch, eine zeitgenössische sakrale Bildsprache zu etablieren. Es braucht Bilder, die zu uns sprechen, auf uns einwirken, uns berühren, auch vor und nach unserer Vernunft.

 

Eine Zusammenarbeit mit der Katholischen Männerbewegung.

 

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